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So gut wie jeder von uns fragt sich früher oder später: „Wie ist es wohl in einem Gefängnis?“.
Wir, die 3A-HAS, hatten die Chance genau das herauszufinden, ohne dass wir darin bleiben mussten.
Der Besuch im Gefängnis Salzburg war ein schockierender Einblick in das Leben eines Gefängnisinsassen. Dort sitzen Menschen bis zu einer Haftstrafe von 18 Monaten ein bzw. Menschen bei denen Verdunkelungsgefahr besteht. Rund 200 Häftlinge sitzen zurzeit insgesamt ein.
Unsere Exkursion dauerte rund 2 Stunden. Uns wurde vieles über den Alltag im Gefängnis erzählt. Auch was Gewalt und Drogenhandel unter den Häftlingen anbelangt.
Das Gefängnis hat seine eigene Krankenstation auf der die Häftlinge 1-mal in der Woche von einem Arzt begutachtet werden können, wenn sie sich nicht so wohl fühlen. Außerdem bekommen die stark Drogenabhängigen hier ihre Ersatzdrogen.
Ebenfalls befindet sich eine Kirche im Gefängisgebäude, der Gottesdienst wird immer gut besucht, was allerdings nicht an den vielen Gläubigen liegt, sondern an der Tatsache, dass man sich hier mit anderen austauschen kann.
Es gibt allerding auch verschiedene Arbeitsmöglichkeiten, die ein Gefangener tun kann.
Aktuell hat das Gefängnis Salzburg 12 kleine Unternehmen im Gebäude, die es einem ermöglichen zu arbeiten und Geld zu verdienen. Der Stundensatz eines Insassen beträgt, je nach Arbeit, zwischen 1,10 € und 1,90 €.
Mit diesem Geld können sie sich in einem Laden, der sich auch im Gebäude befindet, zusätzlich Lebensmittel, Zigaretten oder ähnliches kaufen. Ein Fitnessraum dient ebenfalls der Freizeitgestaltung und wird auch häufig als Erziehungsmaßnahme verwendet. Das heißt, sollte ein Häftling etwas anstellen, wird ihm der Besuch des Fitnessstudios verweigert. Man erzählte uns, dass das bei den Häftlingen große Wirkung zeigt.
Die ganzen Möglichkeiten die ein Insasse hat, dienen dazu, das Risiko einer Selbstverletzung oder Selbstmord zu verringern. Früher war es üblich dass sie sich mit einem Löffel die Haut vom Arm geschabt haben oder Batterien und Reißnägel schluckten.
Die erste Entspannung der psychischen Belastung kam mit dem Aufstellen eines Fernsehers in den Zellen.
Eine Zelle ist sehr klein. Wir konnten in eine reingehen und uns einen genauen Eindruck verschaffen, was es heißt „hinter schwedischen Gardinen“ zu sitzen.
Bei dem Gedanken 23 Stunden am Tag in so einem Raum zu sitzen, wird einem ganz mulmig zumute.
Insassen bei denen die Entlassung kurz bevorsteht, können auch, in einer Gruppe und mit Justizwachebeamten, das Gefängnis verlassen, um sich an das Leben außerhalb des Gefängnisses zu gewöhnen.
Man kümmert sich auch am Ende der Haftzeit um Häftlinge, indem man sie bei der Wohnungs- und Arbeitssuche unterstützt. Die Hauptarbeit müssen natürlich sie selbst machen, aber ihnen wird von Sozialarbeitern geholfen.

Nach dem Besuch waren wir uns alle einig: Auf jeden Fall alles vermeiden was einem wieder zu diesem Ort bringen könnte!


Julia Nowak

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