Zwei Mitglieder des JOPR Teams  (Selina Allstorfer und Manuel Grubmüller 3BHK) stellen im heurigen Schuljahr Schüler und Schülerinnen aus unserer Schule vor, interviewen, recherchieren und schreiben...Mongolei.jpg

Von der Mongolei nach Österreich

Unsere Schülerin des Monats ist in ihrem Leben schon quer durch Eurasien gereist, genauer gesagt von der Mongolei (1,4 Mio. EW) nach Österreich. Sarnai Oyunbat ist Schülerin der 1CHK und hat uns einen sehr
interessanten Einblick in ihr Leben gegeben.

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Woher genau kommst du?
Ich habe in der Hauptstadt der Mongolei, Ulaanbaatar gelebt, in einem Hochhaus, wo es uns verhältnismäßig gut ging. Doch in Österreich gibt es mehr Arbeitsmöglichkeiten, weil die Wirtschaft in meiner Heimat sehr schwach ist.

Mit wie vielen Jahren bist du nach Österreich gekommen?
Ich kam mit 12 Jahren am 1. Jänner 2015 mit meinen Eltern und meiner Schwester Sarangua nach Österreich. Zuerst wohnten wir in Vöcklabruck, dann zogen wir nach Neuhofen an der Krems. Unser weiterer Weg führte uns nach Friedburg und schlussendlich sind wir in Braunau gelandet.

Was hat deine Familie dazu gebracht auszuwandern?
Da ich noch sehr jung war, kann ich mich nicht mehr an viel erinnern. Deswegen kann ich nur das sagen, was mir meine Eltern erzählt haben. Mein Vater konnte seinen Beruf (Kranfahrer) in der Mongolei nicht mehr ausüben und meine Mutter hatte keine Arbeit. Wir waren nicht arm, allerdings hatten wir in der Mongolei keine Zukunft. Demzufolge haben sich meine Eltern entschieden zu emigrieren.

War es schwierig für dich, Deutsch zu lernen?
Nein, aber der Weg war nicht einfach. In der Hauptschule musste ich mehrmals die Schulstufe wiederholen, da mein Deutsch nicht ausreichend war. Nach den 4 Jahren kann ich sehr gut Deutsch sprechen und verstehe sogar den Dialekt.

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Wird in deiner Familie Deutsch gesprochen?
Ja, neben unserer Muttersprache wird bei uns auch Deutsch gesprochen, da wir alle am Lernen sind. Meine Schwester spricht besser Deutsch als ich und auch mein Vater kann mit der Sprache umgehen. Meiner Mutter fällt die Sprache noch schwer, aber auch sie verbessert sich von Jahr zu Jahr.


Warum hast du dich für die HAK entschieden? Welche Fächer magst du besonders?
Meine Schwester besucht das Gymnasium und hat mir geraten, die Hak zu wählen, vor allem, weil man im 1. Jahrgang neu mit der gewählten Fremdsprache (Französisch oder Italienisch) beginnt. Die meisten Fächer mag ich gerne, Englisch und Französisch sind ganz vorne dabei.

Was sind deine Pläne nach der HAK?
Mein näheres Ziel ist es, die Matura zu meistern. Genauere Pläne habe ich danach noch nicht. Das Studieren schließe ich aber nicht aus.

Kannst du dich noch an die Mongolei erinnern bzw. hast du dort noch Bekannte, mit denen du in Kontakt bist?
In der Mongolei hatte ich viele gute Freunde, die mir sehr fehlen. Allerdings wurde ich in Österreich gut aufgenommen. Viele unserer Verwandten sind schon gestorben, Kontakt haben wir noch mit meiner Tante in der Mongolei.

Welchen Aufenthaltsstatus besitzt ihr?
Wir können unser Land nicht besuchen, da wir noch Asylwerber sind. Wir dürfen Österreich nicht verlassen und meinen Eltern ist es verboten zu arbeiten.

Was empfiehlst du aus der mongolischen Küche?
Unsere Küche besteht zum Großteil aus mongolischem Essen, da wir es sehr mögen. Eines meiner Lieblingsgerichte heißt „Buuz“, das sind kleine Teigtaschen, die mit Fleisch oder auch Gemüse gefüllt sind. (Fleisch und Mehlkugeln auch mit Gemüse)

Vielen Dank für das Interview und gute Wünsche für deine Zukunft!

Selina Allstorfer und Manuel Grubmüller

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