Am 2. Juli 2013 besuchten wir, die 2A - Klasse der HAS -Braunau die KZ Gedenkstätte Ebensee, in Oberösterreich. Dort besichtigten wir vorerst den Opferfriedhof, der sich auf dem ehemaligem Lagerlazarett befindet. Anschließend bekamen wir eine interessante Führung, bei der uns viel über das KZ, die Stollen und den heutigen Wohnort Ebensee berichtet wurde.

Das KZ Ebensee wurde im November 1943 eröffnet und vom KZ Mauthausen überstellte man regelmäßig Häftlinge. Sie wurden eingesetzt um unterirdische Stollen, welche später für die Produktion von Raketen dienen sollten, auszugraben. Der Ort Ebensee wurde strategisch ausgewählt,
nachdem im August 1943 eine wichtige Produktionsstätte für Raketen in Deutschland durch britische Luftangriffe zerstört worden war.
So beschloss der Rüstungsrat, Untergrundfabriktunnel am Hochkogel und Erlakogel, oberhalb des Traunsees anlegen zu lassen. Hans Kammler wurde mit der Durchführung beauftragt.
Die Häftlinge mussten, unter schwerer körperlicher Arbeit einen 250 Meter tiefen Stollen in das Bergwerk hineingraben. Die Stollen waren mit einem Schienensystem untereinander verbunden.
Ende 1944 wurde in den Ebenseer Stollen mit der Errichtung einer Schmierölraffinerieanlage begonnen. Die Raffinerie begann dann auch im Februar 1945 zu produzieren.
Letztendlich sollten noch im Frühjahr 1945 in der Anlage B Motoren für Panzer und Flugzeuge hergestellt werden.
In der Zeit von November 1943 bis Mai 1945 starben im KZ Ebensee 8.745 Häftlinge.
Ende April 1945 gab es 18.437 Häftlinge in Ebensee. Einen Tag vor der Befreiung des Lagers, am 5. Mai 1945, versuchte der Lagerkommandant noch, die Häftlinge in die Stollen zu treiben. Diese leisteten aber so stark Widerstand, dass der Lagerkommandant das Vorhaben fallen ließ.
Am 6. Mai 1945 wurde das Lager Ebensee von Soldaten der US-Armee befreit.
1990 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers eine Gedenkstätte eingerichtet. 2001 wurde diese um das Zeitgeschichte Museum Ebensee erweitert, das die Geschichte Österreichs und der Region im Zeitraum von 1918 bis 1955 thematisiert.
Am 9. Mai findet jährlich der Gedenktag für die Opfer des KZ Ebensee statt, an dem auch Überlebende anwesend sind.
Dabei kam es 2009 zu einem Vorfall, bei dem vier Jugendliche die Anwesenden mit Softair-Waffen beschossen und Hitlerrufe skandierten. Sie wurden wegen NS-Wiederbetätigung gerichtlich verurteilt.
Das ehemalige KZ - Ebensee ist nach dem Krieg, bis auf den Opferfriedhof, vollständig mit Wohnhäusern bebaut worden.

Julia Nowak

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